ST. NIKOLAUS KIRCHE

Die Pfarrkirche „St. Nikolaus“ in Steirisch Laßnitz wird erstmals im Jahre 1395 als „St. Nikolaus in der Lesnik“ urkundlich erwähnt. Der Ort Steirisch Laßnitz wird bereits im Jahre 1181 unter der Bezeichnung „Lazinich“ genannt.

 Bereits im 12. Jahrhundert wurde eine romanische Rundkirche erbaut, deren Fundamente bei Ausgrabungen nachgewiesen werden konnten. Freskenreste aus dieser Rundkirche sind noch heute im Altarraum der Kirche erhalten. Es handelt sich dabei um die Darstellung eines thronenden Christus und Heiligenfiguren und Tierdarstellungen.

Eine Besonderheit stellt der überlebensgroße gotische Heiland am Kreuz aus der Mitte des 14. Jahrhunderts dar. Dieser ist für die Zeremonie der Grablegung mit beweglichen Armen ausgestattet. Erwähnenswert sind auch das spätgotische Dreifaltigkeitsrelief und die spätgotische Statue des heiligen Sebastian.

 Als erster Pfarrer von Steirisch Laßnitz wird Frater Urban Plat in der Chronik erwähnt. Am Beginn dieses Jahrhunderts betreuen Pater Heinrich Fuchsbichler und Pater Stefan Gneis (1910-1948) die Pfarre Steirisch Laßnitz. Ihnen folgt Pfarrer August Klampfer, der die beiden Pfarren Steirisch- und Kärntnerisch Laßnitz bis 1987, also durch 40 Jahre, seelsorgerisch betreut.

 Am 1. Juni 1987 übernimmt der jetzige Dechant, Pater Benedikt Plank, Prior des Stiftes St. Lambrecht, das Amt des Pfarrers von Steirisch- und Kärntnerisch Laßnitz.

 Im 17. und 18. Jahrhundert schufen unsere Vorfahren die heute noch erhaltenen Altäre, die Statuen, den Apostelluster und die Kanzel.

 In den Jahren 1712 bis 1720 wird die Kirche fast vollständig neu aufgebaut. Ein Jahr später wird die neue barocke Saalkirche geweiht.

Der Hochaltar, ein Kunstwerk des Hochbarock, wird 1743 in die Kirche „St. Nikolaus“ integriert.

 In den Jahren 1897 und 1948 erfolgen neuerliche Renovierungsarbeiten an der Pfarrkirche von Steirisch Laßnitz. Die Innenrenovierung der Kirche wird in den Jahren 1987 und 1988 durchgeführt. Am 14. August 1988 erfolgt die feierliche Eröffnung mit einem Festgottesdienst und die Konsekration des neuen Volksaltares.

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